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“Project Willow” in Alaska: Ein gebrochenes Versprechen gegen das Klima

Der Weltklimarat schlägt Alarm, dass der Klimawandel deutlich schneller voranschreitet als bisher gedacht. In dieser Situation genehmigt die Regierung Biden in den USA ein hoch umstrittenes Ölförderungsprojekt in Alaska – “Project Willow”. Präsident Biden bricht damit ein wichtiges Wahlversprechen.

von Sarah Schulze

“Keine weiteren Bohrungen, auch nicht vor der Küste. Keine Möglichkeit für die Ölindustrie, weiter zu bohren, Punkt.” Es sind deutliche Worte, die US-Präsident Joe Biden zum Schutz des Weltklimas während seines Wahlkampfes im Jahr 2020 ausspricht. Und genauso deutlich bricht er genau dieses Versprechen wieder.

Mitte März genehmigte er ein riesiges Projekt für neue Ölbohrungen in Alaska – das “Willow Project”. Ursprünglich war das Projekt des texanischen Energiekonzerns ConocoPhillips bereits 2020 durch die Regierung Trumps genehmigt worden, 2021 entzog ein US-Bundesrichter dem Konzern die Genehmigung wieder; die Auswirkungen auf das Klima seien durch die alte Regierung nicht berücksichtigt worden.

Was ist “Project Willow”?

Umso verwunderlicher ist es jetzt, dass Biden sein Okay für das Projekt gab – in Zeiten, in denen der Weltklimarat warnt, dass die 1,5-Grad-Grenze deutlich schneller, nämlich bereits im nächsten Jahrzehnt, überschritten wird. Zwei mit der Sache vertraute Quellen sagten gegenüber CNN, dass der Regierung die Hände gebunden gewesen seien, weil ConocoPhillips im betroffenen Naturschutzgebiet “National Petroleum Reserve”, das dem Staat Alaska gehört, bestehende und gültige Pachtverträge habe. Rechtlich hätte sie keinen Spielraum gehabt, Willow komplett abzulehnen. Deshalb genehmigte die Biden-Regierung das Ölförderungsprojekt an drei der ursprünglich fünf geplanten Standorte.

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